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Das im Juni 1991 unabhängig gewordene Land – vormals eine
Teilrepublik Jugoslawiens – ist mit seinen 20 254 km_ eher klein. Es
grenzt im Norden an Österreich, im Nordosten an Ungarn, im Südwesten an
Kroatien, im Westen an Italien und das Adriatische Meer. Slowenien ist
gebirgig und dicht bewaldet; es besteht aus drei Naturräumen: das
„Gorenjsko“, d. h. die Alpenregion, das „Notranjsko“
(Landesinnere) mit seinen verkarsteten Kalkebenen, sowie schließlich das
„Dolenjsko“, eine von Ebenen unterbrochene Mittelgebirgsregion. Die
meisten industriellen Aktivitäten und Städte – darunter auch die
Hauptstadt Ljubljana mit ihren rund 350 000 Einwohnern – sind hier
angesiedelt. Dank seiner 46,6 km langen Adriaküste hat Slowenien direkten
Zugang zum Meer. Rückkehr zum Wohlstand Slowenien verfügt über vielfältige Boden- und Naturschätze
(Blei, Zink, Merkur, Kohle, Erdöl, Holz) sowie über eine hoch
diversifizierte Industrie. Da die slowenischen Alpen von stark befahrenen
Verkehrswegen durchquert werden, die Osteuropa und die Adria miteinander
verbinden, profitiert das Land von dem Handel, der aus dem Transitverkehr
erwächst. Er war die Ursache für seinen „Frühstart“ in die
Entwicklung und ist heute die Basis seiner relativ vorteilhaften ökonomischen
Lage. Vor der Unabhängigkeit war Slowenien die reichste unter den sechs
Teilrepubliken des damaligen Jugoslawiens. Der Verlust der jugoslawischen
Märkte und der lange Krieg in Bosnien und Herzegowina haben für die
slowenische Wirtschaft verheerende Folgen gezeitigt. Seither haben die Behörden
Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft ergriffen, marktwirtschaftliche
Reformen durchgeführt, das Bankensystem neu strukturiert und die
Privatisierung der Staatsbetriebe vorangetrieben; dieser letztgenannte
Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Die gute Infrastruktur und das hohe
Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte haben den Wiederaufbau des Landes
erleichtert. Zwischen 1994 und 1999 belief sich das slowenische
Wirtschaftswachstum jährlich auf durchschnittlich 4,2 %, während
gleichzeitig die Arbeitslosenquote um die Hälfte zurückging (7,3 % im
Jahre 1999). Die Inflation (200 % im Jahr 1992) ist unter Kontrolle
gebracht, selbst wenn sie mit 7,9 % im Jahr 2000 immer noch relativ hoch
ist. Im Jahr 2001 erreichte das BIP pro Kopf 69 % des Durchschnitts der Fünfzehner-
Gemeinschaft, so dass Slowenien hinsichtlich des Lebensstandards zwischen
Griechenland und Portugal angesiedelt ist. 56 % des slowenischen BIP
werden in der Industrie erwirtschaftet, deren wichtigste Branchen
Elektronik, Elektromaschinenbau, Metallverwertung und -veredelung,
Haushaltselektronik und Automobilbau sind. Das Land exportiert Rohstoffe,
Halbfertigprodukte, Maschinen, Elektromotoren, Lebensmittel,
Bekleidungsartikel, Pharma- und Kosmetikprodukte. 70 % der slowenischen
Exporte gehen in die Europäische Union. Auch der Tourismus ist eine
Einnahmequelle von stetig wachsender Bedeutung. Beitritt Seit seiner internationalen diplomatischen Anerkennung im Jahr 1992
ist Slowenien vielen internationalen Organisationen beigetreten. Die
Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union begannen im März
1998. Für den Zeitraum 2000-2006 kann Slowenien außer den
Phare-Beihilfen weitere Unterstützung aus den Programmen ISPA und Sapard
in Anspruch nehmen. Während ISPA Infrastrukturprojekte in den Bereichen
Verkehr und Umwelt bezuschusst, leistet Sapard finanzielle Hilfen für
beitrittsvorbereitende Maßnahmen in Landwirtschaft und ländlicher
Entwicklung. In den Jahren 2000-2006 verteilt sich das Volumen der jährlich
für Slowenien bereitstehenden Hilfen wie folgt: Phare mit 6,5 Mio. EUR
(im Jahr 2001 um weitere 3,3 Mio. aufgestockt); Sapard mit 6,6 Mio. EUR;
schließlich ISPA mit Beträgen zwischen 10,8 und 21,7 Mio. EUR. Darüber
hinaus kann Slowenien Eigenmittel einsetzen, um sich an
Gemeinschaftsprogrammen wie den Rahmenprogrammen für Forschung und
technologische Entwicklung oder an Programmen in den Bereichen Bildung
oder Unternehmensförderung zu beteiligen. Außerdem kann Slowenien
Finanzmittel in Anspruch nehmen, die für die direkt mit dem
EU-Besitzstand verknüpften multinationalen und horizontalen Programme
bereitgestellt wurden. Fläche 20 273 km2 Bevölkerung (2000) 1 982 600 Einw. Bevölkerungsdichte: 98 Einw./km2 (EU-15: 115 Einw./km2) Wirtschaft und Beschäftigung BIP pro Kopf (2001): 16 000 EUR (EU-15: 23 200 EUR) Index BIP pro Kopf/KKS (2001): 69 (EU-15: 100) Arbeitslosenquote (2001): |