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Stadtfraktion |
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Offener Brief an WAZ-Vorsitzenden Herrn Steinwachs, in Kopie an BM Herrn Köhler, Verbraucherbeirat Herrn Bergner und OTZ, Steffen Beikirch |
Heidrun
Sedlacik
Vorsitzende Brückla 44 07958 Hohenleuben Telefon: 036622/71611 Telefax: 036622/79082 |
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17. Dezember 2007 |
Sehr geehrter WAZ-Vorsitzender Herr
Steinwachs,
Leider konnte ich an der WAZ-Versammlung nicht persönlich teilnehmen, ansonsten hätte ich sofort reagieren können.
Sie haben Recht, mir ist ein Fehler unterlaufen, was ich bedaure, denn ich habe mich im Terminus „ Niederschlagswassergebühr“ vergriffen.
Es
handelt sich tatsächlich im zweiten Gesetz zur Änderung des Thüringer
Abwasserabgabengesetzes vom 16. Dezember 2005 um die Aussetzung
der Erhebung der Abwasserabgabe für das Niederschlagswasser bis 2010.
Deshalb bin ich Herrn Gerstenberger dankbar, dass er dies richtig gestellt hat.
Da es aber hierzu auch in der Bevölkerung noch viele Fragen gibt, kann ich sie nur bitten, die von Ihnen versprochene öffentliche Podiumsdiskussion mit Fachpolitikern aller Parteien anzuschieben.
Meine Frage wäre zum Beispiel:
Warum sind die Kosten der Abwasserabgabe immer noch Bestandteil der veröffentlichten sogenannten Kostenaufteilung, ist das nicht ein Widerspruch zum oben genannten Gesetz?
Im
Übrigen begrüße ich sehr „ die 18 hinterm Komma“ der nunmehr
beschlossenen korrigierten Niederschlagswassergebühr und meine, dass diese
Senkung letzten Endes auch den Zielen der BIZ gerecht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Heidrun Sedlacik
Zweckverband erwägt
juristische Schritte
Reaktionen auf Äußerungen von
Heidrun Sedlacik vor der WAZ-Versammlung
Zeulenroda (OTZ/St.B.). Der
Zweckverband WAZ erwägt juristische Schritte gegen die Hohenleubener
Linke-Landtagsabgeordnete und Stadtratsfraktionschefin Heidrun Sedlacik. Damit
sollen "die wiederholt vorgetragenen Falschaussagen" unterbunden
werden, erklärte WAZ-Vorsitzender Frank Steinwachs am Donnerstagabend.
"Die Menschen werden
verrückt gemacht und durcheinander gebracht", so Steinwachs. "Das
müssen wir uns nicht gefallen lassen." Konkret geht es um den Hinweis
Sedlaciks, das Land habe die Aussetzung der Niederschlagswassergebühr bis 2010
beschlossen, es gebe also derzeit keine Notwendigkeit zur Einführung einer
solchen Gebühr. "Gezielte Desinformation", ärgert sich der WAZ-Chef.
Denn bei dem, was bis 2010 ausgesetzt sei, handele es sich um die Abwasserabgabe
auf Niederschlagswasser, die der Freistaat vom Zweckverband einfordere. Diese
Abgabe ist eine Art Strafzahlung für die Einleitung in die Vorfluter.
Die Abgabe werde genauso
unterschieden nach Schmutzwasser und Niederschlagswasser, erläutert Werkleiter
Udo Gerstenberger. Und für den Niederschlagsanteil sei sie storniert, während
sie für Schmutzwasser zu entrichten sei und auch entrichtet werde. Dies aber
habe nichts mit der Gebühr zu tun, die der Zweckverband für seine
Entsorgungsleistung - sprich: die Behandlung von Niederschlagswasser in
Kläranlagen - erhebt.
Auch der Hohenleubener
Bürgermeister Klaus Köhler sah sich nach der Aufforderung Sedlaciks, gegen das
Stadtratsvotum zu stimmen, zu einer Stellungnahme veranlasst, die er zur
Verbandsversammlung verlas. Er habe nicht die Absicht, jene Zeiten wieder
heraufzubeschwören, als in Hohenleuben Bürgermeister und Stadträte nur über
die Presse miteinander diskutierten. Und er werde sich ganz klar an das Votum
des Stadtrates halten. "Wir haben doch nicht darüber zu befinden, die
Niederschlagswassergebühr einzuführen, sondern die bereits rechtskräftige
Satzung vom Juli zu ändern", stellte Köhler klar. Wichtig sei ihm und dem
Stadtrat, "dass es sich um eine Splittung handelt, bei der in der Summe
für die Verbraucher keine Erhöhung eintritt".