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CDU
verschließt die Augen vor Kommunalabgabenproblemen! Greizer
und Zeulenrodaer beteiligten sich am Protest vor dem Landtag Die
Thüringer CDU weigert sich, Probleme in Thüringen bei der Erhebung der
Abwassergebühren zur Kenntnis zu nehmen.
Erneut wurden in der heutigen Sitzung die von den LINKEN
vorgeschlagenen gesetzlichen Neuregelungen nicht nur abgelehnt, sondern
selbst der Antrag auf Beratung in den Fachausschüssen erneut verhindert. Mit
dem Gesetzentwurf reagiert die Landtagsfraktion DIE LINKE auf aktuelle
Vollzugsprobleme im Kommunalabgabenrecht. Die LINKEN hatten vorgeschlagen,
die Einführung so genannter Niederschlagsgebühren daran zu knüpfen,
dass Grundstückseigentümer motiviert werden, befestigte Flächen zu
entsiegeln und das Oberflächenwasser auf dem Grundstück schadstofffrei
versickern zu lassen. Im
Kommunalabgabengesetz gibt es bisher keine Bestimmungen für die Einführung
und Erhebung der Niederschlagswassergebühr. Die Aufsichtsbehörden
greifen vielmehr auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem
Jahr 1972 zurück. Weiterhin
unterbreitet die Fraktion DIE LINKE im Gesetzentwurf den Vorschlag, die
Finanzierung von Investitionen über die Erhebung einer Grundgebühr
vorzunehmen. Dies
hätte die Wirkung, wie wiederkehrende Beiträge, würde zu einer
zeitlichen Streckung der finanziellen Belastungen führen und das Problem
der möglichen zusätzlichen Belastungen für Mehrpersonenhaushalte
umgehen. Die
Fraktion DIE LINKE schlägt weiterhin vor, dass auf die Verzinsung des
Eigenkapitals der Aufgabenträger der Abwasserentsorgung verzichtet wird.
Dadurch soll einem weiteren Anstieg der Wasser- und Abwassergebühren
entgegengewirkt werden. Die
CDU braucht sich bei dieser Verweigerungshaltung nicht zu wundern, dass
die Bürgerproteste gegen die gegenwärtige Kommunalabgabenpolitik wieder
ansteigen. DIE
LINKE wird weiterhin für die Beseitigung noch vorhandener
Ungerechtigkeiten bei den Kommunalabgaben hinwirken und dabei mit den Bürgerinitiativen
kooperieren. „Die
Politik muss rechtzeitig auf Probleme reagieren und darf nicht ständig
darauf setzten, dass Gerichte entscheiden“, fordert Heidrun Sedlacik,
stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses
im Thüringer Landtag.
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