Politik macht Arme ärmer

 

„Sozial ausgewogen“ nennt Kanzlerin Merkel das geplante „Sparpaket“ der Bundesregierung. Tatsächlich handelt es sich um ein Programm der Sozialkürzungen, das die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vertiefen wird. Einschnitte im Sozialbereich und beim Personal machen weit über die Hälfte des Pakets aus. Über ein Drittel sind allein Kürzungen bei den Arbeitslosen. Vermögende und Personen mit hohen Einkommen dagegen brauchen keinen Cent beizutragen.

Schon in den letzten zehn Jahren hat die Politik für eine Vertiefung der sozialen Kluft gesorgt. Der Höchstsatz der Ein-kommensteuer wurde von 53 auf 42 Prozent gesenkt, die Gewinnsteuer der AGs und GmbHs von 40 auf 15 Prozent. Die Vermögensteuer wird schon seit 1997 nicht mehr erhoben. Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner mussten dagegen heftige Kür-zungen hinnehmen. Und der Niedriglohnsektor ist geradezu explodiert durch Hartz IV und die Förderung von Leiharbeit, Befristungen und Minijobs. Wohin das führt hat eine aktuelle Unter-suchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung erneut bestätigt: Die Armen werden mehr und immer ärmer, die Reichen werden immer reicher. Schon 2009 hatten Millionäre die Verluste aus dem Finanzmarktcrash wieder wett gemacht – mit tätiger Hilfe des Staates.

www.gerecht-geht-anders.de