Denk- mal- nach e.V. eröffnete neue Veranstaltungsreihe über Frauenpersönlichkeiten

 

Ute Hinkeldein und Gina Eisner v.r.n.l.

Es war die Idee von Ute Hinkeldein von der Thüringer Friedenskoordination, über Frauenpersönlichkeiten zu informieren und zu diskutieren. Sie hatte eine erste Aufzählung parat, somit entschieden wir uns spontan für Bertha von Suttner und luden Ute Hinkeldein ein, zum Denk-mal-nach Verein nach Brückla zu kommen.

Interessiert nahmen die 14 Zuhörer den sehr lebendig geschilderten persönlichen Lebensweg der Friedensfrau auf und kamen überein, dass Berta von Suttner eine Frau war, die mit allen Tabus ihrer Zeit und ihrer Gesellschaft rigoros brach. Weltoffen und liberal begeisterte sie sich für moderne Literatur, sie interessierte sich für Naturwissenschaften, für Darwin, aber auch für die Technik "des Verderbens". Sie warnte die Öffentlichkeit vor den schlimmen Folgen eines Luftkrieges und vor dem Vernichtungspotential von Radium.

Folgerichtig führte sie dieser Weg zur Friedensbewegung. Bertha von Suttner war wegen ihres konsequenten Friedenseinsatzes in ihrer Zeit gesellschaftlich umstritten. Für oppositionelle Kräfte war sie die "Jeanne d'Arc des Friedens" und "Das Herz der Welt". Ihr Vermächtnis wurde von uns aufgenommen:

"Frieden ist machbar - wenn die Menschen es wirklich wollen und konsequent handeln". Vortrag und Diskussion gaben Anregung ihr erfolgreiches Buch "Die Waffen nieder" zu lesen. Hochinteressant auch die Niederschrift der Reden und Schriften zur Gedenkfeier in Gotha anlässlich des 100. Jahrestages der Verleihung des Friedensnobelpreises an Bertha von Suttner, welche die Zuhörer gern mit nach Hause nahmen.

Der Anfang ist gemacht, mit Ute Hinkeldein werden wir im Denk-mal-nach Verein weitere Frauenpersönlichkeiten vorstellen und bekannt machen. Welche das sein sollen, dass bestimmte die Zuhörerschar: Fanny Lewald und die heilige Elisabeth von Thüringen und Käthe Kollwitz machten das Rennen.

Gina Eisner

Vereinsvorsitzende