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Verbraucherpolitik Aigner
muss Kontrollen der im Internet gehandelten Lebensmittel sicherstellen "Das
World-Wide-Web kann nicht durch kommunale Behörden überwacht werden.
Lebensmittel aus dem Online-Handel müssen zentral kontrolliert
werden", so Karin Binder, Verbraucherpolitikerin der Fraktion DIE
LINKE anlässlich der vzbv-Studie zu gefährlichen Lebensmitteln im
Internet. Danach dürften 90 Prozent der im Netz angebotenen Produkte
nicht verkauft werden, da sie teilweise gesundheitsgefährdende Substanzen
oder verbotene Zutaten enthalten. Oft fehlen erforderliche Warnhinweise
oder die Werbeaussagen sind irreführend. Binder weiter: "Die
kommunalen Lebensmittelkontrolleure sind mit der Überwachung von im
Internet verkauften Lebensmitteln überfordert. Die deutschlandweit rund
2.500 Mitarbeiter sind nur unzureichend für Netzkontrollen ausgebildet
und ausgestattet. Zudem sind sie für bundesweit 1,5 Millionen
Lebensmittelbetriebe vor Ort zuständig. Für intensive Internetrecherchen
bleibt da keine Zeit. Auch kann eine kommunal organisierte Behörde kaum
den internationalen Markt kontrollieren. DIE
LINKE fordert, dass der Online-Handel vom Bundesverbraucherministerium in
Absprache mit den Ländern zentral überwacht wird. Zudem müssen die
Kosten der Lebensmittelkontrolle von den Lebensmittelbetrieben gezahlt
werden - genauso wie jeder Autofahrer seine TÜV-Untersuchung zahlen muss.
Außerdem müssen Internethändler wie Ebay oder Amazon, so wie die ansässigen
Drogerie-Märkte auch, für den Verkauf ihrer Produkte in die
Verantwortung genommen werden." |