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Solidarisch
mit den protestierenden Milchbauern DIE LINKE im Thüringer Landtag erklärt sich solidarisch und ist vor Ort an der Seite der protestierenden Milchbauern: Nur
mit öffentlich wirksamen Aktionen können die Milchbauern ihren
Forderungen Nachdruck verleihen und auch ihren Verbänden ihre Situation
deutlich machen Heidrun
Sedlacik, MdL radelt mit ihrem Team vom 7.-9. Juni 2008
erneut durch die Saale-Orla-Senke und sucht Kontakt und Gespräche
mit den Milchbauern vor Ort. "Dass
die Milchbauern untereinander solidarisch sind und sich immer mehr an den
Aktionen beteiligen, ist ein gutes Signal zur Stärkung der Position der
Milcherzeuger in den Verhandlungen mit der Milchindustrie und dem Handel,
die heute Abend geführt werden, fügt Bodo Ramelow,
Bundestagsabgeordneter der Linken und Ministerpräsidentenkandidat, hinzu.
Schließlich gehe es auch um das Existenzrecht des ländlichen Raumes. Seit
Jahren sei der Milcherlös für Bauern zu niedrig. Preiserhöhungen seien
an den Erzeugern nahezu vorbei gegangen, da den größeren Anteil der
Einzelhandel für sich verbucht hätte. "Dieses Verhältnis zugunsten
der Milcherzeuger zu verändern, können die Bauern nur selbst erwirken.
Deshalb ist es richtig, dass die Milchbauern neue Protestformen
ausprobieren, um ihre Verhandlungsposition zu stärken", sagt Frau
Dr. Scheringer-Wright. Das werde in Zukunft immer wichtiger, vor allem
wenn die Mengenlimitierung durch das europäische Quotensystem wegfalle.
"Dann wird der Preis über den Markt reguliert und ist in freier
Verhandlung. Also müssen Bauern Marktmacht aufbauen", unterstreicht
die Agrarpolitikerin der LINKEN. Gleichzeitig
warnt die Abgeordnete davor, dass die Schwächsten der Gesellschaft die
Verlierer in diesen Preiskämpfen sein könnten. "Hier sind Politik
und insbesondere Landesregierung gefragt, um z.B. arme Kinder nicht zu den
Leidtragenden eines höheren Milchpreises werden zu lassen. Armutsbekämpfung,
wie zum Beispiel kostenlose Mittagsversorgung in Kitas und Grundschulen, wäre
eine Maßnahme, um gegenzusteuern", sagt Frau Scheringer-Wright. Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE wird sich der Landtag in der nächsten Sitzung in einer aktuellen Stunde mit dem Kampf um faire Preise und dessen Auswirkungen befassen.
Stallanlage
GbR "Naturrind" der Familie Wunderlich Abgeordnete
Sedlacik im Gespräch
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