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Es
gab zahlreiche Kontakte und Gespräche, die uns in unserer weiteren
politischen Arbeit hilfreich sein werden. Viele tolle Eindrücke haben wir
zu verarbeiten. Hier
die ersten Bilder und ein Artikel aus der OTZ. Gruß
Heidrun Sedlacik
Ministerpäsidenten-Kandidat
der Partei Die Linke auf politischer Fahrradtour im Orlatal Von
OTZ-Redakteur Peter Cissek Pößneck. In einer orangefarbenen Warnweste, auf einem knallroten Strike-Bike aus Nordhausen fuhr der Spitzenkandidat der Partei Die Linke zur Landtagswahl 2009, Bodo Ramelow, gestern durch das Orlatal. Er begleitete seine Parteifreundin, die Landtagsabgeordnete Heidrun Sedlacik, auf ihrer traditionellen Sommer-Radtour mit Sympathisanten durch den Wahlkreis.
"Bei
diesem Wetter ist das sehr schweißtreibend", meinte
Bundestagsfraktionsvize Ramelow. Beim nachmittäglichen Stopp der
Radfahrer in der VS-Seniorenresidenz in der Kastanienallee erinnerte er an
kämpferische Zeiten in Pößneck, als er in den 90er Jahren als
Landesvorsitzender der Gewerkschaft HBV beim längsten Bankenstreik in Thüringen
die Interessen der Raiffeisen-Volksbank-Arbeitnehmer vertrat. "Die
einen wollten es sich auf dem Sonnendeck gut gehen lassen, die anderen
unten in der Galeere sollten sich dafür einen Ruderschlag schneller
bewegen." Dass es gerechter zugeht für die da unten, dass die Schere
zwischen Arm und Reich sich nicht weiter öffnet, sondern wieder mehr
schließt, dafür will der 52-jährige Ramelow, der 2009 als Ministerpäsidenten-Kandidat
der Linken in Thüringen antritt, kämpfen. Eines
seiner wichtigsten Ziele sei, die Abwanderung von jungen Leuten aus Thüringen
aufzuhalten. "Das Problem ist, dass junge Leute nicht an eine Zukunft
in Thüringen glauben. Das vererbt sich von Jahrgang zu Jahrgang, weil die
Landesregierung ihre Hausaufgaben nicht macht. ... Thüringen liegt mitten
in Europa, wir können doch nicht ganze Dörfer stilllegen." Ramelow
erklärte in der Kaffeerunde mit Senioren, wie er die ausgetretenen Pfade
in der Politik verlassen, wie er Thüringen zum modernsten Bildungs- und
Verwaltungsland der Bundesrepublik machen will. Für längeres gemeinsames
Unterrichten und kürzere Verwaltungswege für Bürger und Unternehmer
will seine Partei sorgen, sollte sie in Thüringen regieren. "Wir
brauchen kein Schulamt und parallel dazu ein Schulverwaltungsamt",
nannte er als Beispiel für eine Verwaltungsreform. Ramelow
würde dafür sorgen wollen, dass die Zahl der Wasserzweckverbände rapide
abgebaut, dezentrale Solar- und Biomasse-Kleinkraftwerke nahe am
Endverbraucher einen Großteil der Energie- und Wärmeversorgung im
Freistaat übernehmen und Thüringen keine Kleinstaaterei bei der
Tourismusvermarktung mehr betreibt. Das alles sei zwar nicht in zwei-drei
Jahren umzusetzen, "doch die Weichen müssen gestellt werden, soll Thüringen
eine Zukunft haben", sagte Ramelow, der nach dem zweistündigen
Zwischenstopp mit Sedlacik und Freunden aufs Fahrrad stieg und zum nächsten
Etappenziel fuhr.
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