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Heidrun
Sedlacik: "Thüringer Stadt der Zukunft" braucht ganzheitliche
Konzepte Mit
Bezug auf die Evaluierung des Stadtumbauprogramms durch die
Bundesregierung unterstreicht Heidrun Sedlacik, wohnungspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, dass
"unumstritten das Stadtumbauprogramm weiter gehen muss".
Notwendig seien jedoch verstärkt ganzheitliche Konzepte für die "Thüringer
Stadt der Zukunft". "Auch
wir sind für die Stärkung der Innenstädte. Dennoch darf man die
Randregionen nicht einfach ‚abhängen' und Stadtumbau nur auf
Wohnungspolitik beschränken", so die Abgeordnete weiter.
"Ganzheitliche Konzepte umfassen auch besondere Strategien für den ländlichen
Raum und eine enge Verzahnung von Wohnraum- und Städtebauförderung",
fordert Frau Sedlacik. Die
Stadtumbau- und Wohnungspolitik der Zukunft werde bestimmt durch
demografische, soziale, ökonomische und ökologische Ziele. Dabei gehe es
nicht nur um eine "bessere Alters- bzw.
Mehrgenerationentauglichkeit". Viel stärker als bisher müsse berücksichtigt
werden, dass "sinkende Reallöhne, Arbeitslosigkeit, niedrigere
Renten und um sich greifender Sozialabbau - nicht zuletzt durch Hartz IV -
die Bereitstellung von preiswertem und für alle Bevölkerungsschichten
bezahlbarem Wohnraum zur sozialpolitischen Notwendigkeit machen",
betont die Wohnungspolitikerin. Sie fordert namens der LINKEN
"wirksame Maßnahmen gegen die Ausgrenzung benachteiligter
Stadtviertel". Auch in Thüringen bestehe die Gefahr, dass sich
solche Wohngegenden entwickelten, deren Ruf geschädigt werde durch aus
Perspektivlosigkeit erwachsender Gewalt und Kriminalität. "Privatisierung
öffentlicher Wohnungsbestände, Ausdünnung des öffentlichen
Personennahverkehrs und Abbau der öffentlichen Daseinsvorsorge lassen das
soziale Gefüge weiter in Gefahr geraten", warnt Heidrun Sedlacik. |