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Altschuldenproblematik der ostdeutschen Wohnungswirtschaft endgültig lösen!
„Ohne
endgültige Lösung der Altschuldenproblematik wird die ostdeutsche und thüringische
Wohnungswirtschaft kaum die notwendige Leistungsfähigkeit zur Bewältigung
der neuen Herausforderungen in der Wohnungspolitik haben“, betont die
Abgeordnete der LINKEN, Heidrun Sedlacik, mit Blick auf das heute
stattfindende Treffen der ostdeutschen Ministerpräsidenten in Leipzig, wo
es auch um die Lösung der Altschuldenproblematik gehen soll. In
Thüringen stünde bis 2013 ein Altschuldenhilfe-Volumen von 174 Millionen
Euro für den Rückbau von 43.000
Wohneinheiten zur Verfügung, davon seien bereits 150,2 Millionen Euro
(86,3 Prozent) abgerufen und 37.310
Wohneinheiten rückgebaut worden, informiert die wohnungspolitische
Sprecherin der Linksfraktion. Bis 2013 sollen weitere 23,8 Millionen Euro
Altschuldenhilfe fließen. „Der Stadtumbau muss aber deutlich über das
Jahr 2013 hinaus fortgeführt werden“, unterstreicht Frau Sedlacik und
verweist darauf, dass im Zeitraum 2014 bis 2019 in Thüringen ein Rückbau
weiterer 40.000 Wohnungen geplant sei, wozu etwa 120 Millionen Euro
notwendig seien. Die
Abgeordnete verweist auf den Vorschlag der Linksfraktion, bis zur endgültigen
Klärung des Problems auf Bundesebenen die Thüringer Wohnungsunternehmen
durch Überführung ihrer Altschulden in einen Landesfonds zu unterstützen.
Allerdings habe der bereits vor geraumer Zeit in den Landtag eingebrachte
Antrag eine Mehrheit gefunden. Stattdessen habe sich die Landesregierung
optimistisch gezeigt, dass eine Lösung auf Bundesebene komme – „wie
sich herausgestellt hat, bisher allerdings vergeblich“, sagt die LINKE
Wohnungspolitikerin. „Bleibt im Sinne der Wohnungswirtschaft und der
Menschen zu hoffen, dass der ungebremste Optimismus hinsichtlich Fortführung
der Altschuldenhilfe über 2013 hinaus diesmal nicht enttäuscht wird.“ |